Wie Isaak und Jakob Gott erlebten

Gott offenbart sich als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.

In dieser Sendung geht es um die jüdische Gotteswahrnehmung.

Montag, 20. September, 14 – 14.50 Uhr, Radio Maria Schweiz

Hanspeter Obrist und Anatoli Uschomirski

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Von der Sehnsucht Jude zu sein

Warum machen Menschen jüdische Wurzeln geltend?

Jacques Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, schreibt in welt de: „Viele Deutsche – nicht nur Intellektuelle – nutzen das Jüdische, um sich Gehör zu verschaffen“.

Levinson sah in dem Wunsch, jüdisch zu werden, die Sehnsucht, sich von der moralischen Beschmutzung zu befreien und aus jener Masse herauszutreten, die sich unter der Kollektivschuld und -scham in zwölf Jahren gebildet hatte. Diejenigen, die fortan Mitglieder der jüdischen Gemeinden sein wollten, hatten in ihrer Mehrheit ein Ziel: Sie wünschten, auf der moralisch richtigen Seite der Opfer zu stehen. Nur den Wenigsten gelang der Übertritt. Sie wurden abgelehnt.

Zahlreiche Möchtegern-Juden, die sich immer lauter und aufdringlicher zu Wort melden, richten sich nicht nach den jüdischen Gesetzen. Diese schreiben genau vor, wer Jude ist und wer nicht. Sie besagen auch, wie Nichtjuden konvertieren können. Ahnungslos oder bewusst entnehmen sie die Definition des Jüdischen den Nürnberger Gesetzen vom September 1935. Nicht die jüdische Religion, sondern dieses Gesetzes spricht von „Halb-“ und „Vierteljuden“.

Tuvia Tenenbom, Autor, Theaterdirektor und Rabbine, schreibt dagegen: „Wer ist Jude? ist eine der explosivsten Fragen der israelischen Politik, aber in Wahrheit wurde sie vor Ewigkeiten entschieden, nachzulesen im biblischen Buch von Ruth, unserer ersten Konvertitin: »Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe auch ich, da will ich begraben sein.« In anderen Worten: Es geht um die Identifikation mit dem jüdischen Volk, seinem Glauben und seinen Gebräuchen, und darum, sich dazu öffentlich zu bekennen: Ich bin Jude, dein Volk ist mein Volk, wir gehören zusammen. So einfach ist das.“   weiterlesen → https://www.obrist-impulse.net/von-der-sehnsucht-jude-zu-sein

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Verwirrung Sünde

Sünde ist ein Wort, das unterschiedliche Assoziationen hervorruft. Einige meinen mit „sie haben gesündigt“, wenn sie zu viel konsumiert haben. Andere sprechen vom Verkehrssünder. Unter Sünde versteht man eine Tat, die für uns verboten wäre oder nicht gut für uns ist.

Die eigentliche Bedeutung ist Verfehlung. Es bezeichnet die Situation, wenn ein Bogenschütze sein Ziel verfehlt.

Im übertragen Sinn bedeutet Sünde, wenn man das Ziel verfehlt, zu dem man geschaffen wurde. Damit ist Sünde vielfältiger als man allgemein annimmt.

In den abrahamitischen Religionen deutet man Sünde unterschiedlich.

Sünde ist bei Christen, die göttliche Bestimmung zu verfehlen.

Die jüdische Interpretation sieht in der Sünde ein Fehlverhalten, welches den Segen Gottes hindert.

Im Islam steht nicht die Vergebung im Vordergrund, sondern das Auslöschen begangener Verfehlungen durch gute Taten. Das Bekennen der Sünde wird nicht vergeben.

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Muslimisches Paradies versus christlicher Himmel

Wenn Muslime und Christen nach ihren eigenen Vorstellungen selig werden, dann werden sie nicht am gleichen Ort sein.

Das muslimische Paradies scheint ein Schlaraffenland zu sein, in dem ein Mann von Knaben bedient wird und über mehrere Frauen verfügen kann.

Gemäß der Tradition ist Allah im siebten Himmel hinter dem Lotusbaum und nicht einmal der Engel Gabriel darf zu ihm gehen. Allah lebt für sich.

Jesus dagegen spricht davon, dass er für seine Nachfolger Wohnungen vorbereitet (Johannes 14,2-3). In seinem Reich dient einer dem anderen (Johannes 13,14-15; 15,12). Die christliche Sehnsucht ist nicht ein Ort, sondern eine Person: Jesus.

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Atheisten schätzen christliche Werte

Eine wachsende Anzahl führender Intellektueller, die sich als Atheisten bezeichnen erkennen die Notwendigkeit eines Wiedererwachens des Christentums. Dennoch fällt es ihnen schwer, den Glauben in ihr Leben zu integrieren.

Jordan Peterson: ‚Wahrscheinlich glaube ich das, aber ich bin überrascht über meinen Glauben und ich verstehe das nicht‘.

Niall Ferguson: „Ich wurde als Atheist erzogen – ich wurde keiner“. „Ich wurde ermutigt, sehr kritisch über Religion und auch über Wissenschaft nachzudenken, aber ich habe als Historiker erkannt, dass man eine Gesellschaft nicht darauf (auf Kritik) aufbauen kann. Tatsächlich ist der Atheismus, insbesondere in seinen militanten Formen, wirklich ein sehr gefährlicher metaphysischer Rahmen für eine Gesellschaft.“ „Ich glaube nicht, dass die Evolution allein uns dazu bringt, moralisch zu sein.“

Wenn man die westliche Zivilisation mit ihrer christlichen Seele sieht, sind viele jetzt bereit zu sagen: „Wir brauchen Christus.“ Was sie bisher nicht sagen können, ist: „Ich brauche Christus“.

G.K. Chesterton schrieb in „Der ewige Mann“. „Das Christentum ist viele Male gestorben und wieder auferstanden; denn es hatte einen Gott, der den Weg aus dem Grab kannte.“

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Das Geheimnis vom Erfolg des Islams

„Als Hauptmedium diente die poetische Form. Die Suren wurden nicht vorgelesen, sie wurden rezitiert, ihr ästhetischer Klang sollte die Stimme Gottes (was der Inhalt des Korans darstellt) zu einem emotionalen Ereignis machen“.

„Gerade die poetische Form der Vermittlung war es, die sich einem kritischen Denken in den Weg zu stellen versuchte. Denn sie zielte darauf, die Emotionen der Menschen zu bewegen. Nachdenken war hier nicht gefragt, im Gegenteil. So konnte die schleichende Festigung autoritärer Strukturen in der Gesellschaft ungehindert voranschreiten“.

Eigentlich eine Gegenbewegung zu dem, was nach Khorchide die Grundabsicht war, aus fremdbestimmten Objekten eigenständige Subjekte zu machen. Denn der Gehorsam gegenüber den Machthabern wurde dem Gehorsam gegenüber Gott gleichgesetzt.

Das Sprechen im Namen Gottes ist eine problematische Richtung, die sich in allen Religionen wiederfindet.

Es scheint einfacher zu sein, sich einem System unterzuordnen, dass einem durch rituelle Handlungen, die man abhaken kann, Gottes Zuwendung verspricht.

Die andere Version ist, dass man die Zuwendung Gottes durch Jesus akzeptiert und sich auf eine Beziehung mit ihm einlässt.

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Vorzeige-Moschee in der Kritik

Im Fokus: Koran-Zitate in der Kölner Zentralmoschee

„Du bist unser Schutzherr. So verhilf uns zum Sieg über die Ungläubigen.“ Sure 2,286

Abdel-Hakim Ourghi hat den arabischen Schriftzug entdeckt, fotografiert und die Debatte darüber ins Rollen gebracht.

„Mir war sofort klar, dass eine solche Textstelle in einer Moschee, die sich als Vorzeigemoschee für interreligiösen Dialog versteht, nichts zu suchen hat“, betont Ourghi.

Das ist eine Kampfansage an das friedliche Miteinander in Deutschland“, erklärt Ali Ertan Toprak.

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Das große Dilemma des Islams

Mouhanad Khorchide schreibt: „Das große Dilemma des Islams heute besteht darin, dass sein Selbstverständnis als Religion der Unterwerfung, die in den Menschen lediglich Objekte des Gehorsams und nicht Subjekte der Liebe sieht, zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist.“ (S.10)

„Es gilt in vielen islamischen Ländern zum Beispiel als religiös verboten, gegen soziale Ungerechtigkeiten oder gegen korrupte Regime zu demonstrieren. Und es sind gerade die in diesen Ländern anerkannten Gelehrten und religiösen Institutionen, die solche Verbote aussprechen – im Namen des Islams.“

Nach Korchides Auffassung, wäre die Hauptbotschaft Mohammeds Sure 21,107: „Gott hat dich, Mohammed, ausschließlich als Barmherzigkeit für alle Welten entsandt“.

Nur wenige Jahre nach dem Tod von Mohammed war davon allerdings kam noch etwas zu spüren. Aus einer Botschaft der Barmherzigkeit war die Legitimation von Macht und Tyrannei geworden, so Korchides. Die islamischen Herrscher hätten damit begonnen, sich mit religiösen Titeln zu schmücken, um damit ihre Macht im Namen des Heiligen zu begründen und dem Volk zu suggerieren, sie seien die Vertreter Gottes auf Erden. In seinem Namen würden sie sprechen, sie seien sein Sprachrohr, weshalb sie darauf Anspruch hätten, dass ihnen bedingungslos gehorcht werde und man sich ihnen im Namen des Islams unterwerfe. Noch heute verwenden muslimische Herrscher genau diese Rhetorik, um ihre Herrschaft, die meist nicht vom Volk legitimiert ist, zu rechtfertigen.

Denn mit einer Religion der Liebe und Barmherzigkeit, die Spiritualität und ethische Grundsätze sowie Grundsätze der Freiheit und Gleichheit predigt, lassen sich autoritäre Machtstrukturen viel schwieriger begründen als mit einer Religion der Unterwerfung, soweit Khorchide im Buch „Der Verrat am Islam“ Seite 10 und 20.

Die große Frage ist, ob nicht schon Mohammed nach der muslimischen Überlieferung einen Wandel durchgemacht hat, als er merkte, dass seine Botschaft in Mekka nicht gut ankam und er nach Medina flüchten musste. Oder möchte Khorchide sagen, dass die militanten Verse im Koran erst später hinzugefügt wurden?

Update folgt.

Bisherige Beiträge zu diesem Thema

Manipulierter Islam 11. Juni 2021

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Tochter, du musst keine Angst mehr haben

Die Eltern von Hedieh Mirahmadi wanderten vom Iran auf der Suche nach Freiheit und wirtschaftlichen Möglichkeiten in die USA aus.

Während ihrer Zeit an der Universität von Kalifornien in Los Angeles drängte sie ihr Vater, den islamischen Glauben anzunehmen. Ein Freund brachte sie in eine örtliche Moschee. „Es war so etwas wie eine extreme Moschee“, sagte sie. „Und sie hatten all diese Prinzipien in Bezug auf Politik und wie es wäre, Amerika in eine muslimische Nation zu verwandeln und sehr antisemitisch. Und ich dachte mir: ‚Oh, das ist schrecklich. Ich möchte damit nichts zu tun haben. Wenn das Religion ist, will ich damit nichts zu tun haben.‘“

Vom muslimischen Extremismus abgeschreckt, erforschte sie einen anderen Zweig des Islams namens Sufismus. Ihre Frustration wuchs, weil der Islam keine Rettung bieten konnte. „Du hast immer Angst davor, was er tun wird, um dich zu verurteilen“.

Eines Tages nahm Hedieh ihre Kopfbedeckung ab, was die Imame schockierte. Sie sagten mir, ich würde für eine Ewigkeit im Höllenfeuer an meinen Haaren hängen.

Ich fühlte mich wirklich verloren. Es war verheerend. Sie sah zufällig ein Video eines christlichen Pastors, der davon sprach, durch Jesus eine persönliche Beziehung zu Gott zu haben.

Sie rief zu Gott: „Kannst du dich mir bitte offenbaren, weil ich so völlig verwirrt bin, wer du bist?“ Dann geschah etwas Bemerkenswertes. „Ich hörte hörbar die Stimme Christi und er sagte: ‚Hedieh, ich bin es.‘ Und es war außergewöhnlich. Bis heute kann ich Ihnen sagen, als wäre es gestern passiert.“

„Die Bibel wurde lebendig, wie der Koran es nie war. Ich konnte hören, wie Gott zu mir sprach und ich wusste, dass er direkt zu mir sprach, weil er den Koran als Beispiel dafür benutzte, warum der Koran nicht korrekt und warum sein Wort in der Bibel wahr ist. Ich kam an einen Punkt, an dem ich dachte: ‚Ich muss akzeptieren, dass Jesus der Herr ist. Ich muss akzeptieren, dass er mich gerettet hat.“ Als sie eines Tages betete, fühlte sie, wie der Herr zu ihr sagte: „Tochter, du musst keine Angst mehr haben“. 

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Manipulierter Islam

Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster, schreibt:

Bei dem Islam, wie er sich heute den meisten Muslimen wie Nichtmuslimen präsentiert und wie er von vielen Gläubigen praktiziert wird, handelt es sich um eine manipulierte Version dieser Religion. Wir sind mit einer Manipulation konfrontiert, die auf die Muslime selbst zurückgeht und deren Wurzeln tief hinein in die Frühgeschichte des Islam kurz nach dem Tod Mohammeds reichen.

Die Hauptintention des Islams lag jedoch darin, die Menschen aus ihrem Status als fremdbestimmte Objekte zu befreien und ihnen den Weg hin zu selbstbestimmten Subjekten zu bieten.

Allerding führten die politischen Machtkämpfe kurz nach dem Tod Mohammeds zu einer Umkehrbewegung. Wieder wurde der Mensch zum Objekt der Unterwerfung, wieder zwang man ihn zum bedingungslosen Gehorsam gegenüber despotischen Machthabern.

Heute können wir von einer Kultur der Unterwerfung sprechen.

Und diese Kultur der Unterwerfung, die sich bis in unsere Gegenwart gehalten hat, benötigt keine autoritären Herrscher mehr, um sich selbst aufrechtzuerhalten; ihre Machtmechanismen haben sich längt verselbstständigt.

Dieser manipulierte Islam suggeriert den Gläubigen, sie seien nicht in der Lage, ihre Religiosität selbst in die Hand zu nehmen, vielmehr seien sie auf Gelehrte angewiesen, die ihnen den Islam erklären und ihnen vorschreiben, was sie tun müssen und was sie nicht tun dürfen.

Gottes falsche Anwälte, Seite 7-9

Interessant ist, wenn man sich diese Fragen auch im Judentum und Christentum stellt. weiterlesen https://www.obrist-impulse.net/manipulierter-islam

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