Lag b’Omer – Fest der Freudenfeuer in Israel

Mittwochabend 18. Mai bis Donnerstag, 19. Mai

Das diesjährige Lag-BaOmer-Fest wird in Israel weitestgehend ohne Lagerfeuer veranstaltet. Das zumindest wollen die Behörden. Feuerwehr- und Rettungskommissar Eyal Caspi unterzeichnete eine Anordnung, die die meisten Feuer im ganzen Land verbietet. Der Grund sei vor allem die erhöhte Gefahr von Waldbränden. Normalerweise zündet fast jede Kindergartengruppe und Schulklasse ihr eigenes Lagerfeuer an und feiert oft bis spät in die Nacht. Allerdings gehen die Behörden davon aus, dass auch in diesem Jahr das Verbot häufig nicht beachtet und sogenannte »wilde Feuer« inmitten der Stadt und in bewaldeten Gebieten angezündet werden.

Lag baOmer ist am 33. Tag des Omer-Zählens zwischen Pessach und Schawuot.

Während der Lag BaOmer Feier 2021 in Meron hat sich eine der größten Katastrophen in der Geschichte Israels ereignet. 45 Menschen sind durch eine Massenpanik ums Leben gekommen. Als Reaktion werden im Jahr 2022 nur 16.000 gleichzeitig auf den Berg gelassen und nur Personen mit Eintrittskarte. Die Tickets müssen vorbestellt werden und dienen sowohl als Transport- als auch als Eintrittskarte. Der Eintritt wird gestaffelt sein, wobei 4.000 Personen pro Stunde zugelassen werden. Sie erhalten Pässe für einen vierstündigen Aufenthalt, was bedeutet, dass nicht mehr als 16.000 Pilger gleichzeitig auf dem Berg sein werden. Lebensmittel werden nicht vor Ort verkauft. Die Menschen werden das Grab in einer sich bewegenden Schlange besuchen, mit getrennten Ein- und Ausgangslinien und einer kurzen Verweildauer am Grab. Ein Zelt wird draußen für diejenigen aufgestellt, die bleiben und beten möchten.

https://www.obrist-impulse.net/lag-bomer-fest-der-freudenfeuer-in-israel

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Das jüdische Verständnis der Opfer

Juden und Christen im Gespräch über die Bibel

Dienstag, 17. Mai 22, 20.15 Uhr, Radio Maria Schweiz

Juden und Christen opfern heute keine Tiere mehr, doch aus ganz unterschiedlichen Begründungen. Was sind die Hintergründe?

In dieser Sendung dabei ist Dr. Richard Breslauer, jüdischer Dozent an der Jüdisch – Christlichen Akademie in Basel, und Hanspeter Obrist, Erwachsenenbilder aus Schmerikon

Es besteht die Möglichkeit live Fragen zu stellen oder vorher zu schicken.

https://www.obrist-impulse.net/das-juedische-verstaendnis-der-opfer

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Sünde im Judentum und Christentum

Juden und Christen im Gespräch über die Bibel

Dienstag, 19. April, 20.15 Uhr, Radio Maria Schweiz

In dieser Sendung dabei ist Dr. Richard Breslauer, Dozent an der Jüdisch – Christlichen Akademie in Basel, und Hanspeter Obrist, Erwachsenenbilder aus Schmerikon.

Wie ist das jüdische und christliche Verständnis von Sünde?

Später folgt eine Zusammenfassung und ein Player unter https://www.obrist-impulse.net/suende-im-judentum-und-christentum

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Gründonnerstag

Doch warum Grün? Der vor dem 15. Jahrhundert entstandene Name Gründonnerstag beschränkt sich im Prinzip auf das deutsche (und tschechische) Sprachgebiet und ist auch dort nur die üblichste neben mehreren anderen Bezeichnungen. Es gibt vier gängige Thesen.

In anderen Sprachen wird der Festtag meist „Heiliger Donnerstag“ genannt.

Mit dem Gründonnerstag beginnt das dreitägige Gedächtnis des Leidens, Sterbens, der Grabesruhe und der Auferstehung von Jesus an Ostern.

An Gründonnerstag denken Christen weltweit an das letzte gemeinsame Essen von Jesus mit seinen Jüngern. Es war das jüdische Sedermahl, auch Passahmahl genannt, an dem Jesus kurz vor seiner Festnahme und Kreuzigung das Herrenmahl (Abendmahl /Eucharistie) einsetzte. In ihm werden das Sterben und die Auferstehung von Jesus als Heilsereignis verkündigt und vergegenwärtigt.

weiterlesen  https://www.obrist-impulse.net/gruendonnerstag

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Ramadan 2022

Ramadan beginnt mit der Sichtung des Mondes. Sie Sunniten beginnen am Samstag, 2. April 2022. Die Iraner hingegen wählten den Sonntag als Beginn des Ramadans (für sie und für alle Schiiten auf der ganzen Welt).

Obwohl Jordanien ein mehrheitlich sunnitisches Land ist, entschied es sich überraschenderweise auch für den Sonntag.

In Erwartung der Entscheidungen von Saudi-Arabien und Ägypten und trotz anfänglicher Berichte, die behaupteten, dass der Neumond von Al-Aqsa aus nicht gesehen wurde, beschloss der Großmufti von Jerusalem, sich der sunnitischen Welt anzuschließen.

Im Libanon dagegen beginnt der Ramadan für die Sunniten am Samstag und für die Schiiten am Sonntag. Beide aufgrund der Sichtung des Mondes im Libanon. Das passiert, wenn Politik wichtiger ist als Astronomie. 

https://www.obrist-impulse.net/der-ramadan

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Was passiert nach dem Tod?

Juden und Christen im Gespräch über die Bibel

Dienstag, 15. März, 20.15 Uhr, Radio Maria Schweiz

Mit Dr. Richard Breslauer, Dozent an der Jüdisch – Christliche Akademie in Basel, und Hanspeter Obrist, Erwachsenenbilder

Es besteht die Möglichkeit live Fragen zu stellen.

https://www.obrist-impulse.net/was-passiert-nach-dem-tod

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Die Regâib-Nacht – Die muslimische Nacht der Wünsche

Mit dem Abendgebet am Donnertag 3. Februar 2022 beginnt die muslimische Regâib-Nacht. Mohammed wies darauf hin, dass in dieser Nacht die Bittgebete (Duâ) erhört werden (nach Imâm Schâfî, Al-Umm). Mitte des 12. Jahrhunderts wurde erstmals die Regâib-Nacht gefeiert. Das angebliche Regaib-Gebet wurde von einem Sufi namens Ali bin Abdullah bin Dschahdam (im Jahre 1023) erfunden.

Die meisten Islam-Gelehrten lehnen eine Erneuerung innerhalb der Rituale kategorisch ab. Es gibt nicht einen einzigen authentischen Hadith über einer der Besagten Kandil Nächte. Im Koran steht:Heute habe Ich euch eure Religion Vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt“ [Al-Ma’ida 5:3]. Doch eine Schwierigkeit ist, dass die fünf Säulen des Islams auch nicht im Koran stehen. Es fehlt ebenso das vollständige Glaubensbekenntnis. Es fehlt sogar der Ablauf der rituellen Gebete.

Christen dagegen können sich jederzeit an den himmlischen Vater wenden, der sie liebt und für sie sorgt. Epheser 5,20: «Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.» Und Epheser 6,18: «Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle».

https://www.obrist-impulse.net/die-regaib-nacht-die-muslimische-nacht-der-wuensche

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Das Schriftverständnis der ersten Christen

Paulus schreibt im 2. Brief an Timotheus in Kapitel 3,15-17: „15 du kennst von Kindheit an die heiligen Schriften, die dich weise machen können zum Heil durch den Glauben an Christus Jesus. 16 Jede Schrift ist, als von Gott eingegeben, auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes gerüstet ist, ausgerüstet zu jedem guten Werk.“

Mit dem Begriff „die heiligen Schriften“ meint Paulus die jüdische Bibel – also den Tanach, bestehend aus den fünf Büchern Mose (Tora), den Propheten (Nevi’im) und den Schriften (Ketuvim). Der Tanach war die Bibel der ersten Jesusnachfolger.

Jesus sagt in der Bergpredigt in Matthäus 5,17: „Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.“

In Lukas 24,44 sagt Jesus nach der Auferstehung zu den versammelten Jüngern: „Das sind meine Worte, die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht.“

Hier haben wir wieder diese Dreiteilung des Tanach, die auch im Judentum vorhanden ist.

Das Neue Testament ist also die Interpretation Jesu der jüdischen Schriften, also des Tanach.

Jeder Vers im Neuen Testament hat eine Vorgeschichte im ersten Testament. Deswegen haben Juden und Christen gemeinsame Bücher.

So wie das Herz der Juden im Talmud und der Tora verwurzelt ist, so ist das Herz der Jesusbewegung im Neuen Testament (Brit HaChadascha) und im Tanach verwurzelt.

Der Talmud enthält die jüdische Interpretation der mündlichen Tora. Der Talmud selbst enthält somit keine biblischen Gesetzestexte (Tanach), sondern zeigt auf, wie diese Regeln in der Praxis und im Alltag von den Rabbinern verstanden und ausgelegt wurden. Der Talmud besteht aus der Mischna, der Gemara und jüngeren Kommentaren.

Das Neue Testament enthält die Jesus-Interpretation der jüdischen Bibel, dem Tanach.

Die ersten schriftlichen Wurzeln des Neuen Testaments waren die Notizen des Jüngers Matthäus über die Bergpredigt, die um das Jahr 30 angefertigt wurden. Die späteste Schrift des Neuen Testaments ist die Offenbarung von Johannes, die um 95 nach unserer Zeitrechnung entstand.

Die Mischna als Grundlage des Talmuds ist nach der Zerstörung des Tempels im Jahr 70 aufgeschrieben worden. Jehuda ha-Nasi (165-217 n. Chr.) sammelte und redigierte im 3. Jahrhundert die Mischna. Die spätesten Schriften des Talmuds stammen aus dem zwölften und dem dreizehnten Jahrhundert. Sie wurden von den Tosafisten (also Glossatoren, wörtlich „die Hinzufügenden“) angefertigt. Der erste Druck des babylonischen Talmuds aus dem Jahr 1523, editiert von Jacob Ben Chajim, stammt aus der Druckerei von Daniel Bomberg, einem aus Antwerpen stammenden Christen, der zwischen 1516 und 1539 in Venedig tätig war. Die von Bomberg eingeführte Folio-Zählung wird heute noch benutzt.

Der Talmud und das Neue Testament sind beides Anleitungen, wie man die jüdische Bibel praktisch im Leben umsetzt.

Sowohl der Talmud, der ab dem 3. Jahrhundert entstand, als auch das Neue Testament aus dem ersten Jahrhundert sind beides jüdische Schriften. Beide verstehen sich als eine Umsetzung der jüdischen Bibel und dass sie aus ihr heraus entstanden sind, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Das Neue Testament entstand aus einer messianischen Bewegung heraus, die Schriften des Judentums entstammen einer Interpretationskultur.

Ein anderer Unterschied zwischen beiden Schriftwerken ist, dass Christen alle jüdischen Schriften als gleichwertig betrachten. Für Juden ist jedoch die Tora mit dem Talmud die oberste Autorität, erst dann kommen die Propheten und die anderen Schriften.

Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten: Wie sich manche Juden nur noch auf den Talmud stützen, so konzentrieren sich auch einige Christen nur noch auf das Neue Testament.

Vor dem zweiten Weltkrieg war der Austausch zwischen Rabbinern und Pfarrern sehr intensiv. Viele Bibelausleger haben von dem rabbinischen Hintergrundwissen profitiert.

Wir stellen fest: Wir können voneinander lernen. Denn jede Richtung entdeckt in den gemeinsamen Schriften neue Aspekte. Ob wir diese Gedanken für unsere eigene Vorstellung vom Glaubensleben übernehmen, ist dann wieder eine persönliche Frage.

https://www.obrist-impulse.net/juden-und-christen-im-gespraech-ueber-die-bibel

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Europa verändert sich

In Europa etablieren sich Subkulturen. Nicht mehr für alle gelten die gleichen Rechte.

Die französische Generaldirektion für innere Sicherheit hat 150 Bezirke kartiert, die sich im «Besitz» einer Gruppe befinden: Viertel und Enklaven, in denen islamische Fundamentalisten das Sagen haben.

In Schweden gibt es 60 ‚Risikogebiete‘. «Belgien wird arabisch werden», schreibt die Journalistin Fawzia Zouari in der Zeitung «Jeune Afrique». «Muslime, die Gewinner des demografischen Wandels», titelte die deutsche Tageszeitung «Die Welt» bereits vor mehreren Jahren.

In Dänemark aufgewachsene Muslime haben einen größeren Wunsch nach religiösen Sonderregelungen für Muslime, wie neue Forschungsergebnisse zeigen.

Die westliche Sichtweise von Religion und Kultur basiert auf einer naiven Vorstellung, dass Religion, weil sie uns nicht mehr viel bedeutet, auch anderen nicht viel bedeutet, schreibt Pia Kjærsgaard.

Laut einer Studie von 2014 unter marokkanischen und türkischen Muslimen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Österreich und Schweden waren 75 % der Meinung, dass es nur eine mögliche Interpretation des Korans gibt, und 65 % gaben an, dass ihnen die Scharia wichtiger sei als die Gesetze des Landes, in dem sie leben.

Im Gegensatz zur wachsenden Religiosität der Muslime in Europa werden die Christen weniger religiös.

Wie gelingt das Zusammenleben?

weiterlesen →  https://www.obrist-impulse.net/europa-veraendert-sich

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In Marokko wachsen die christlichen Kirchen

Im muslimisch geprägten Marokko füllen sich die christlichen Kirchen. Wie ein Beitrag des Deutschlandfunk zeigt, sind dafür die Christen aus den übrigen Teilen Afrikas verantwortlich.

„Eine Sonntagsmesse mit bis zu 500 Gläubigen ist nicht mehr außergewöhnlich. In Casablanca waren es vor der Pandemie sogar bis zu 800 Gottesdienstbesucher“, sagt Cristóbal Kardinal López Romero.

Für die Menschen seien die Gottesdienste nicht nur ein Ort, um Gott zu feiern und gemeinsam zu beten, sondern auch um Freunde zu treffen oder neue Menschen kennenzulernen.

weiterlesen →   https://www.obrist-impulse.net/in-marokko-wachsen-die-christlichen-kirchen

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