Das islamische Neujahr

Das islamische Jahr 1439 n.H. beginnt am 21. September 2017 (Der Tag beginnt immer am Vorabend).
 
In der Geschichte des Islam spielt Neujahr eine wesentliche Rolle. Die islamische Zeitrechnung beginnt an dem Tag, an dem der Prophet Mohammed (auf Arabisch: Muhammad) mit seinen Anhängern von Mekka nach Medina ausgewandert ist.
 
Nach Angaben des Astronomen Al-Biruni (973–1048), der 400 Jahre nach dem berichteten Ereignis gelebt hat, soll der islamische Hidschri-qamari-Kalender im Jahr 638 vom zweiten Kalifen Umar ibn al-Chattab eingeführt worden sein.
 
Die Wochentage beginnen mit Sonntag und endend mit Samstag (des gregorianischen Kalenders) – wie auch im Judentum. Der Freitag ist zwar der wöchentliche Feiertag, aber nicht der letzte Wochentag im islamischen Kalender. Der Wechsel von einem Tag zum nächsten findet stets zum Sonnenuntergang statt. Die arabischen Bezeichnungen der Wochentage Sonntag bis Donnerstag leiten sich von den arabischen Zahlwörtern von eins bis fünf ab. So = Erster Tag, Mo = Zweiter Tag …., Fr = Tag der Zusammenkunft, Sa = Sabbattag
 
Advertisements
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Jüdisches Neujahr

Rosch HaSchana – Jüdisches Neujahr – Tag des Schofarblasens – Am Mittwochabend beginnt das jüdische Jahr 5778.
 
Nach rabbinischer Tradition ist Rosch HaSchana der Tag, an dem Gott den Menschen erschaffen hat.
 
Rosch HaSchana wurde zum Tag des Beginns der Erlösung.
 
An Rosch HaSchana, dem Neujahrstag am 1.Tischri, zieht man dann Bilanz über das vergangene Jahr. Dabei steht die Sehnsucht nach Vergebung von Schuld besonders im Vordergrund.
 
Nach jüdischer Überlieferung wird an Rosch HaSchana das Buch des Lebens aufgeschlagen, und Gott sieht auf alles Fehlverhalten und alle Schuldhaftigkeit während des vergangenen Jahres. Der Mensch wird dadurch genötigt, Rechenschaft über sein sittliches und religiöses Verhalten abzulegen. Es gibt nur eine Möglichkeit, sich aus Gottes Gericht zu retten und seine Gnade zu erfahren, indem alles Schuldhafte bereinigt. Deshalb bittet man in diesen zehn Tagen um Verzeihung.
 
Nach rabbinischer Vorstellung wenden Umkehr, Gebet und Liebeswerke Gottes Gericht ab. So hofft der rabbinisch orientierte Jude, dass Reue und Wiedergutmachung Gott dazu bewegt, ihn wiederum für ein Jahr in das Buch des Lebens einzuschreiben. (Bei den Christen betrifft das Buch des Lebens, das die ewige Gemeinschaft mit Gott (Offenbarung 20.15) und nicht das irdische Leben.)
 
Nach dem Abendgebet wünscht man sich einander LESCHANA TOWA TEKATEW VITECHATEM, „Mögest du für ein gutes Jahr eingeschrieben und versiegelt werden.“
 
Nach Maimonides (1135-1204) will das Schofar eindringlich ermahnen: «Wacht auf, ihr Schläfer und denkt nach über eure Taten und gedenkt an euren Schöpfer, und kehrt um zu ihm in Buße.
 
Nach 3. Mose 23,24 soll Israel am 1. Tag des siebten Monats (= Tischri) den Tag des Schofarblasens als Tag des Gedenkens feiern.
 
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Jüdisches Neujahrfest in Uman Ukraine

Was für Moslems Mekka ist, ist für chassidische Juden die Stadt Uman in der ukrainischen Provinz. Jedes Jahr pilgern zu Rosch HaSchana bis zu 50’000 Orthodoxe dorthin. 2017 werden rund 37’000 erwartet. Zwischen den Wohnblöcken tanzen sie sich in Ekstase und warten auf den Messias. Zwischen Plattenbauten liegt Rabbi Nachman von Brazlaw begraben, den Chassiden als Heiligen verehren.
 
Seinen Schülern trug er auf, ausgerechnet an den Gräbern der Ermordeten den vielleicht größten Jubelvers der Heiligen Schrift zu lesen – Psalm 150 mit dem Befehl, „alles, was Odem hat“, möge mit „Posaunen, Psalter und Harfen“ den Herrn loben, mit „Pauken und Reigen“, „Saiten“, „Pfeifen“ und „hellen Zimbeln“. Ganz gleich, ob am Friedhof der Märtyrer oder an der Festtafel: „Du must dich zwingen, immer glücklich zu sein“, sagte Rabbi Nachman.
 
Die Tradtion vom Beten auf den Gräbern und zu den Verstorbenen steht eigentlich im Widerspruch zu Throa.
 
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Israelsonntag 2017: Sonntag 20. August

Das Gedenken an die Zerstörung Jerusalems (Tischa BeAw) fand im christlichen Kalender Eingang am 10. Sonntag nach Trinitatis, auch «Israelsonntag » genannt. Luther setzte diesen Tag zu Beginn der Reformation ein, um sich mit den Juden solidarisch zu erklären. Zuerst wurde er «Jerusalem-Gedenktag» genannt.
 
Der Inhalt dieses Sonntags wurde in der Geschichte unterschiedlich verstanden.
 
«Tröstet, tröstet mein Volk!» (Jesaja 40,1).
 
Den Trost, den Christen in Jesus empfangen haben, gilt auch dem jüdischen Volk. Deshalb widmen einige Kirchen und Gemeinschaften den Israelsonntag der Solidarität mit den messianischen Juden, welche den Trost Gottes durch den Messias Jeschua (Jesus) erfahren haben.
 
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Die Messianische Bewegung und die römisch-katholische Kirche

Symposium zu diesem Thema in der päpstlichen Universität in Rom am 1. Juni 2017
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Janusz Korczak – Jedes Kind hat das Recht auf den heutigen Tag

Der jüdisch-polnische Kinderarzt, Pädagoge, Schriftsteller und Leiter des Warschauer Waisenhauses wurde vor 75 Jahren im KZ Treblinka ermordet, irgendwann nach dem 5. August 1942, auf den Tag genau weiß man das nicht. Korczak hatte seine Waisenkinder in die Gaskammer begleitet, obwohl er selbst mehr als einmal die Gelegenheit hatte, dem Tod zu entgehen. Obwohl er wusste, was ihn im KZ erwarten würde. Korczak stieg freiwillig in den Eisenbahnwagon nach Treblinka.
 
Korczak ist pädagogischer Revolutionär im Kontext seiner Zeit.
 
Korczak fragte, was das Kind im Hier und Jetzt brauche, um gut aufzuwachsen, und nicht, was das Kind brauche, damit einmal etwas aus ihm wird. Es ist aber auch ein Gegensatz zur Reformpädagogik, die eher die Zukunft des Kindes im Blick hatte und das Kind formen wollte.
 
Damit wäre Korczaks Zugang wohl auch heute – wieder – revolutionär. Geht es gegenwärtiger Erziehung und pädagogischer Förderung doch vielfach darum, Kinder möglichst gut auf eine „erfolgreiche“ Zukunft vorzubereiten. Korczak dagegen wollte „seinen“ Kindern Glück im Jetzt ermöglichen und schrieb: „Jedes Kind hat das Recht auf den heutigen Tag.“
 
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Tischa BeAw – Tröstet mein Volk

Fasten von Tischa beAw – 31. Juli – 1. August 2017
 
Der Tischa BeAw (9. Aw) gehört zu den vier Trauertagen im jüdischen Kalender, die der Zerstörung Jerusalems gelten.
 
Am Abend sitzt man mit Kerzen auf dem Boden und liest spezielle Trauergebete vor.
 
Es werden vorwiegend Stellen aus dem Buch Jeremia gelesen.
 
Zum Ausklang des Tages wird Jesaja 55,7 gelesen: «Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter von seinen Gedanken und bekehre sich zum Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.»
 
Der Schabbat nach dem 9. Aw ist der Schabbat Nachamu (Schabbat des Trostes). Mit den Worten aus Jesaja 40,1 «Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott» wird daran erinnert, dass Gott bisher immer auf die Trauer seines Volkes geantwortet und es getröstet hat. Deshalb ist dies nach jüdischem Glauben auch der Tag, an dem der Messias erscheinen und Israel in die Erlösung und Vollendung führen wird.
 
Das Gedenken an die Zerstörung Jerusalems fand im christlichen Kalender Eingang am 10. Sonntag nach Trinitatis, auch «Israelsonntag » genannt (2017 20.August). Luther setzte diesen Tag zu Beginn der Reformation ein.
 
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen