Tu BiSchwat – Das Neujahrsfest der Bäume Montag 21.1.2019

Wenn man die Beziehung zwischen Mensch und Baum in der Torah näher betrachtet, erkennt man eine faszinierende Ambivalenz. Dies äussert sich auch in den Worten Gottes an den Menschen, gleich nach dessen Erschaffung, die Früchte der Bäume zu geniessen. Im weiteren Verlauf dreht sich die Ab­­handlung um den «Baum des Lebens» und den «Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen».

Rabbiner Jakov Duschinsky, langjähriger Oberrabbiner Süd­afrikas, entnimmt dem Vergleich zwischen Baum und Mensch eine geistige Erkenntnis: «Der Unterschied zwischen einem lebenden und einem vertrockneten Baum liegt darin, dass solange die Wurzeln des Baumes mit dessen Blättern durch die Feuchtigkeitsströmung im Baum verbunden sind, der Baum wächst und blüht. Sobald jedoch der Wasserzufuhr ein Ende gesetzt wird, trocknet der Baum aus und verwelkt. Ge­­nau so ist es beim Menschen: Solange er seine Beziehung mit Gott aufrechterhält, ist er wie ein lebender Baum – «denn der Mensch ist der Baum des Feldes». Wenn sich aber der Mensch nicht um eine Verbindung mit der Quelle des ewigen Lichts bemüht, bleibt er trocken und ohne Lebenswasser in seiner Seele» (Beikvey Paraschijot, S. 322).

Nach der wundersamen Rückkehr der Juden in ihre Heimat wird im modernen Staat Israel auch der Neujahrstag der Bäume auf eine – neben dem Obstessen – besondere Art gefeiert: mit dem Pflanzen von Bäumen. Familien und weiterlesen →

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Fest der Taufe des Herrn

Die römisch katholische Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils verlegte das Fest auf den Sonntag nach Erscheinung des Herrn, wo es den Abschluss der Weihnachtszeit bildet. Oft wird in der Messe des Festes Taufe des Herrn die Taufe gespendet oder der eigenen Taufe im Taufgedächtnis gedacht.

Im evangelischen Kirchenjahr steht am ersten Sonntag nach Epiphanias mit dem Evangelium Matthäus 3,13–17 die Taufe Jesu im Mittelpunkt, ohne dass dieser Tag als „Fest der Taufe Jesu“ bezeichnet würde.

Johannes der Täufer bezeichnet Jesus als Gottes Opferlamm und als Gottes Sohn, der mit Gottes Geist tauft (Johannes 1,29-34). Woher hat Johannes diese Gewissheit?

Er sagt: „Ich wusste vorher nicht, wer er ist.“ Das verwundert uns, waren doch Jesus und Johannes miteinander verwandt. Bei den drei jährlichen Festen in Jerusalem traf man normalerweise seine Verwandten. Johannes musste schon früh weiterlesen →

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Ausstellung über Judenrettung durch Muslime findet nicht statt

Im Anschluss an muslimische Proteste stornierte die Moschee im Londoner Viertel von Golders Green ihre Pläne, eine Ausstellung durchzuführen über Muslime, die im Holocaust Juden gerettet hatten.

Die Moschee ist wegen ihrer Veranstaltung als unislamisch angeprangert worden. Muslime können sich nicht einmal mit Yad Vashem einlassen, weil Extremisten sie bedrohen.

Eine positive Initiative zur Hervorhebung der Rolle albanischer Muslime, die während des Holocaust bis zu 1.800 Juden vor den Nazis gerettet hatte, wurde aufgrund einer gezielten Kampagne gegen diese Moschee und ihre Mitglieder abgesagt. Die Macht der Geschichte von Muslimen, die Juden während des Holocaust gerettet haben, sollte nicht unerkannt bleiben.

Es ist wichtig zu wissen, dass wir uns historisch unterstützt haben.

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Dreikönigstag – Epiphanias

Epiphanias bzw. Epiphanie kommt vom altgriechischen „Erscheinung“ und meint die Erscheinung des Herrschers.

Spannend ist, dass nicht der mächtige Herrscher die Rettung bringt, sondern derjenige, der sich schwach zeigt. In der Verwundbarkeit liegt eine besondere Stärke. Wer sich verwundbar zeigen kann, ist der eigentlich Starke.

Göttliche Vollmacht ist der freiwillige Verzicht auf Macht, damit sich die Liebe entfalten kann.

Epiphanie und Geburt Christi wurden ursprünglich am 6. Januar in einem Fest gefeiert. Früher galt der 6. Januar als Jahresbeginn und markierte das Ende des tiefen Winters. In der Armenisch Apostolischen Kirche ist das bis heute noch der Fall. Das Fest der Geburt Christi wurde in der römischen Staatskirche 432 auf den 25. Dezember verlegt wurde. Durch die Kalenderreform von 1582 wurden auch die Feste von orthodoxer und katholischer Kirche gegeneinander verschoben.

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Was könnte es gewesen sein, das damals als Stern von Bethlehem so hell am Himmel leuchtete?

Der Stern von Bethlehem inspirierte Künstler und Astronomen. Schnell kam eine erste These auf: Der Stern von Bethlehem sei ein Komet. Doch Kometen wurden in der Zeit um Christi Geburt mit Unheil in Verbindung gebracht. Sie kündigten – so der Volksglaube – Kriege, Seuchen und Hungersnöte an, nicht aber die Geburt eines Königs.

Die Menschen stellten eine besondere Planetenkonstellation fest; sie versuchten, ihr eine Aussage zu entlocken. Mit dem Saturn verbanden die Sterndeuter aus Babylonien das Volk Israel. Der Jupiter galt als Königsplanet. Und das Sternbild Fische, in dem sich die beiden Planeten für irdische Betrachter begegneten, symbolisierte das heutige Land Israel. Dort also war ein neuer König der Juden geboren.

Es könnte sein, dass hinter dem Phänomen „Stern von Bethlehem“ gar kein Stern im eigentlichen Sinne steckte, sondern vielmehr das Zusammentreffen zweier Planeten am Firmament im Jahr 7 v. Chr.

Wenn die Weisen aus dem Morgenland, aus Babylonien, nach dem ersten Zusammentreffen von Jupiter und Saturn (April 7 v.Chr.) aufgebrochen waren, dann könnten sie bei den weiteren Begegnungen (September / Dezember 7 v.Chr.) der beiden Planeten gerade an ihrem Ziel angekommen sein.

Im 6. Jahrhundert gab man den Weisen aus dem Osten die Namen Caspar, Melchior und Balthasar. Ab dem 11. Jahrhundert schrieb man ihnen die Kontinente Europa, Asien und Afrika zu. Ihre Gebeine, die man glaubte, gefunden zu haben, brachte man 1164 als Reliquien nach Köln. Dort ruhen sie noch heute im Dreikönigenschrein im Dom.

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Was sollen die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe?

Auch bei uns kennt man die Tradition, einer Familie zur Geburt eines Kindes etwas zu schenken. Was hättest du Jesus zur Geburt geschenkt?

Dass die Weisen dem Kind Gold schenken, zeigt: Jesus ist nicht irgendein Kind, sondern hat göttlichen Ursprung.

Weihrauch symbolisiert, ein Leben im Dienst vor Gott.

Das Geschenk Myrrhe weist auf das irdische Leben hin, mit all seinen schönen und bitteren Seiten. Myrrhe ist das Harz des Alltags.

Gott versorgt. Manchmal wünschen wir uns, die Sicherheit für unser Leben schon weit im Voraus zu haben. Es ist aber ein Geheimnis Gottes, dass er oft erst im entscheidenden Moment eingreift. Auch die Geschenke der Weisen kamen genau im richtigen Moment – kurz vor der Flucht.

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Die „Heiligen Drei Könige“– drei Worte – drei Irrtümer

Erstens waren sie keine „Heiligen“, sondern ganz normale Menschen. Zweitens weiß niemand, ob sie zu dritt kamen. Und drittens waren es keine Könige, sondern Gelehrte und Sterndeuter.

Dennoch kommen in der Weihnachtsgeschichte drei Könige vor.

Die erste Königsgestalt der Weihnachtsgeschichte, war ein König des Schreckens.

Der zweite Herrscher fragte seine Freunde als er starb: „Habe ich meine Rolle im Leben gut gespielt?“ Er war ein kluger Mann, gab sich bürgernah und riss gleichzeitig die höchste Gewalt, die bisher nur dem römischen Volk zugesprochen war, an sich.

Der dritte trug keine Krone, zog kein Schwert, führte kein Kriegsheer an und gebrauchte keine Gewalt. Sein Reichtum kam von innen. Seine bloße Erscheinung, sein bloßes Wort hat eine Revolution in der Welt hervorgebracht, gegen die alle Revolutionen der Weltgeschichte verblassen.

weiterlesen → https://www.obrist-impulse.net/drei-koenige/

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