Jüdische Messias-Erwartung

Rabbiner Raphael Evers schreibt:

Wir erleben eine langsame Entwicklung, in der die Menschheit allmählich auf das messianische Friedensreich vorbereitet wird.

Nach der talmudischen Tradition wird diese Welt, wie wir sie kennen, 6000 Jahre andauern.

Nach dem Talmud waren die ersten 2000 Jahre der Welt ein geistiges Chaos, eine Zeit ohne jegliches Bewusstsein für die Tora.

Abraham begann das Wissen über die Tora zu verbreiten. Die zweite Periode von 2000 Jahren war die Periode, in der die Tora ausgearbeitet und schließlich die mündliche Lehre (der Talmud und die Essenz des Judentums) niedergeschrieben wurde.

Die letzten 2000 der 6000 Jahre wird die Ära des Messias genannt. Was ich im Moment sehe, ist eine langsame Evolution. Nach jüdischen Quellen ist die erste Phase der Erlösung die Wiederherstellung der davidischen Herrschaft. Die zweite Phase ist die endgültige Verwirklichung des vollkommenen Weltfriedens unter G’ttes Inspiration und Führung, mit dem Maschiach als Herrscher hier auf Erden.

Derjenige, dem es gelingt, die messianischen Erwartungen zu erfüllen, ist der wahre Maschiach. Das Christentum hat den messianischen Scheck vor zwei Jahrtausenden eingelöst.

Es gab zwei Jahrtausende der völligen Verderbtheit und Dunkelheit. Dann folgten zwei Jahrtausende der Tora – die Zeit, in der wir uns langsam auf die messianische Zeit vorbereiten.

 

Einige Anmerkungen:

Die jüdische Messias-Erwartung hat ihre Quelle im Talmud, welcher nach und in Reaktion auf die Botschaft von Jesus entstanden ist.

Der Messias Ben Josef und Ben David drückt sich im christlichen Glauben in Jesus dem leidenden Gottesknecht (Jesaja 53) und Jesus dem wiederkommenden Herrn aus. Jesus hat gelehrt, dass er wiederkommen wird und damit in der jüdischen Bibel (Tenach) nicht zwei Personen gemeint sind

Auch Christen bereiten sich auf eine messianische Zeit vor. Der Unterschied liegt in einer persönlichen Erlösung aus alten Gebundenheiten und einer Erneuerung durch den Heiligen Geist. Die Gegenwart Gottes (Schechina) ist für alle Menschen überall erlebbar, wenn sie sich auf den Messias Ben Josef, den leidenden Gottesknecht Jesus, einlassen.

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Die Kirche ist kein Sozialprogramm

Die Kirche ist kein „Sozialprogramm“ sondern Ort der Verkündigung des Evangeliums: Das hat Papst Franziskus mit drastischen Worten Europas Bischöfen am Donnerstag, 23.9.21, ans Herz gelegt.

Er forderte auf, die Freude an der Begegnung mit Jesus den Menschen nahezubringen.

„Fühlen wir uns wohl, weil unser Leben so weitergeht wie bisher, oder sind wir beunruhigt, wenn wir sehen, dass so viele unserer Brüder und Schwestern von der Freude Jesu weit entfernt sind?“

Papst Franziskus warnte auch davor, den Glauben als „ein Relikt der Vergangenheit“ zu sehen. Das passiere, wenn die Menschen Jesus nicht in ihrem eigenen Leben am Werk gesehen haben.

Papst Franziskus zufolge „bittet uns Jesus nicht, Argumente für Gott vorzubringen, sondern ihn durch unser Leben zu zeigen.“

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Wie Isaak und Jakob Gott erlebten

Gott offenbart sich als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.

In dieser Sendung geht es um die jüdische Gotteswahrnehmung.

Montag, 20. September, 14 – 14.50 Uhr, Radio Maria Schweiz

Hanspeter Obrist und Anatoli Uschomirski

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Von der Sehnsucht Jude zu sein

Warum machen Menschen jüdische Wurzeln geltend?

Jacques Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, schreibt in welt de: „Viele Deutsche – nicht nur Intellektuelle – nutzen das Jüdische, um sich Gehör zu verschaffen“.

Levinson sah in dem Wunsch, jüdisch zu werden, die Sehnsucht, sich von der moralischen Beschmutzung zu befreien und aus jener Masse herauszutreten, die sich unter der Kollektivschuld und -scham in zwölf Jahren gebildet hatte. Diejenigen, die fortan Mitglieder der jüdischen Gemeinden sein wollten, hatten in ihrer Mehrheit ein Ziel: Sie wünschten, auf der moralisch richtigen Seite der Opfer zu stehen. Nur den Wenigsten gelang der Übertritt. Sie wurden abgelehnt.

Zahlreiche Möchtegern-Juden, die sich immer lauter und aufdringlicher zu Wort melden, richten sich nicht nach den jüdischen Gesetzen. Diese schreiben genau vor, wer Jude ist und wer nicht. Sie besagen auch, wie Nichtjuden konvertieren können. Ahnungslos oder bewusst entnehmen sie die Definition des Jüdischen den Nürnberger Gesetzen vom September 1935. Nicht die jüdische Religion, sondern dieses Gesetzes spricht von „Halb-“ und „Vierteljuden“.

Tuvia Tenenbom, Autor, Theaterdirektor und Rabbine, schreibt dagegen: „Wer ist Jude? ist eine der explosivsten Fragen der israelischen Politik, aber in Wahrheit wurde sie vor Ewigkeiten entschieden, nachzulesen im biblischen Buch von Ruth, unserer ersten Konvertitin: »Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe auch ich, da will ich begraben sein.« In anderen Worten: Es geht um die Identifikation mit dem jüdischen Volk, seinem Glauben und seinen Gebräuchen, und darum, sich dazu öffentlich zu bekennen: Ich bin Jude, dein Volk ist mein Volk, wir gehören zusammen. So einfach ist das.“   weiterlesen → https://www.obrist-impulse.net/von-der-sehnsucht-jude-zu-sein

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Verwirrung Sünde

Sünde ist ein Wort, das unterschiedliche Assoziationen hervorruft. Einige meinen mit „sie haben gesündigt“, wenn sie zu viel konsumiert haben. Andere sprechen vom Verkehrssünder. Unter Sünde versteht man eine Tat, die für uns verboten wäre oder nicht gut für uns ist.

Die eigentliche Bedeutung ist Verfehlung. Es bezeichnet die Situation, wenn ein Bogenschütze sein Ziel verfehlt.

Im übertragen Sinn bedeutet Sünde, wenn man das Ziel verfehlt, zu dem man geschaffen wurde. Damit ist Sünde vielfältiger als man allgemein annimmt.

In den abrahamitischen Religionen deutet man Sünde unterschiedlich.

Sünde ist bei Christen, die göttliche Bestimmung zu verfehlen.

Die jüdische Interpretation sieht in der Sünde ein Fehlverhalten, welches den Segen Gottes hindert.

Im Islam steht nicht die Vergebung im Vordergrund, sondern das Auslöschen begangener Verfehlungen durch gute Taten. Das Bekennen der Sünde wird nicht vergeben.

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Muslimisches Paradies versus christlicher Himmel

Wenn Muslime und Christen nach ihren eigenen Vorstellungen selig werden, dann werden sie nicht am gleichen Ort sein.

Das muslimische Paradies scheint ein Schlaraffenland zu sein, in dem ein Mann von Knaben bedient wird und über mehrere Frauen verfügen kann.

Gemäß der Tradition ist Allah im siebten Himmel hinter dem Lotusbaum und nicht einmal der Engel Gabriel darf zu ihm gehen. Allah lebt für sich.

Jesus dagegen spricht davon, dass er für seine Nachfolger Wohnungen vorbereitet (Johannes 14,2-3). In seinem Reich dient einer dem anderen (Johannes 13,14-15; 15,12). Die christliche Sehnsucht ist nicht ein Ort, sondern eine Person: Jesus.

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Atheisten schätzen christliche Werte

Eine wachsende Anzahl führender Intellektueller, die sich als Atheisten bezeichnen erkennen die Notwendigkeit eines Wiedererwachens des Christentums. Dennoch fällt es ihnen schwer, den Glauben in ihr Leben zu integrieren.

Jordan Peterson: ‚Wahrscheinlich glaube ich das, aber ich bin überrascht über meinen Glauben und ich verstehe das nicht‘.

Niall Ferguson: „Ich wurde als Atheist erzogen – ich wurde keiner“. „Ich wurde ermutigt, sehr kritisch über Religion und auch über Wissenschaft nachzudenken, aber ich habe als Historiker erkannt, dass man eine Gesellschaft nicht darauf (auf Kritik) aufbauen kann. Tatsächlich ist der Atheismus, insbesondere in seinen militanten Formen, wirklich ein sehr gefährlicher metaphysischer Rahmen für eine Gesellschaft.“ „Ich glaube nicht, dass die Evolution allein uns dazu bringt, moralisch zu sein.“

Wenn man die westliche Zivilisation mit ihrer christlichen Seele sieht, sind viele jetzt bereit zu sagen: „Wir brauchen Christus.“ Was sie bisher nicht sagen können, ist: „Ich brauche Christus“.

G.K. Chesterton schrieb in „Der ewige Mann“. „Das Christentum ist viele Male gestorben und wieder auferstanden; denn es hatte einen Gott, der den Weg aus dem Grab kannte.“

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Das Geheimnis vom Erfolg des Islams

„Als Hauptmedium diente die poetische Form. Die Suren wurden nicht vorgelesen, sie wurden rezitiert, ihr ästhetischer Klang sollte die Stimme Gottes (was der Inhalt des Korans darstellt) zu einem emotionalen Ereignis machen“.

„Gerade die poetische Form der Vermittlung war es, die sich einem kritischen Denken in den Weg zu stellen versuchte. Denn sie zielte darauf, die Emotionen der Menschen zu bewegen. Nachdenken war hier nicht gefragt, im Gegenteil. So konnte die schleichende Festigung autoritärer Strukturen in der Gesellschaft ungehindert voranschreiten“.

Eigentlich eine Gegenbewegung zu dem, was nach Khorchide die Grundabsicht war, aus fremdbestimmten Objekten eigenständige Subjekte zu machen. Denn der Gehorsam gegenüber den Machthabern wurde dem Gehorsam gegenüber Gott gleichgesetzt.

Das Sprechen im Namen Gottes ist eine problematische Richtung, die sich in allen Religionen wiederfindet.

Es scheint einfacher zu sein, sich einem System unterzuordnen, dass einem durch rituelle Handlungen, die man abhaken kann, Gottes Zuwendung verspricht.

Die andere Version ist, dass man die Zuwendung Gottes durch Jesus akzeptiert und sich auf eine Beziehung mit ihm einlässt.

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Vorzeige-Moschee in der Kritik

Im Fokus: Koran-Zitate in der Kölner Zentralmoschee

„Du bist unser Schutzherr. So verhilf uns zum Sieg über die Ungläubigen.“ Sure 2,286

Abdel-Hakim Ourghi hat den arabischen Schriftzug entdeckt, fotografiert und die Debatte darüber ins Rollen gebracht.

„Mir war sofort klar, dass eine solche Textstelle in einer Moschee, die sich als Vorzeigemoschee für interreligiösen Dialog versteht, nichts zu suchen hat“, betont Ourghi.

Das ist eine Kampfansage an das friedliche Miteinander in Deutschland“, erklärt Ali Ertan Toprak.

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Das große Dilemma des Islams

Mouhanad Khorchide schreibt: „Das große Dilemma des Islams heute besteht darin, dass sein Selbstverständnis als Religion der Unterwerfung, die in den Menschen lediglich Objekte des Gehorsams und nicht Subjekte der Liebe sieht, zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist.“ (S.10)

„Es gilt in vielen islamischen Ländern zum Beispiel als religiös verboten, gegen soziale Ungerechtigkeiten oder gegen korrupte Regime zu demonstrieren. Und es sind gerade die in diesen Ländern anerkannten Gelehrten und religiösen Institutionen, die solche Verbote aussprechen – im Namen des Islams.“

Nach Korchides Auffassung, wäre die Hauptbotschaft Mohammeds Sure 21,107: „Gott hat dich, Mohammed, ausschließlich als Barmherzigkeit für alle Welten entsandt“.

Nur wenige Jahre nach dem Tod von Mohammed war davon allerdings kam noch etwas zu spüren. Aus einer Botschaft der Barmherzigkeit war die Legitimation von Macht und Tyrannei geworden, so Korchides. Die islamischen Herrscher hätten damit begonnen, sich mit religiösen Titeln zu schmücken, um damit ihre Macht im Namen des Heiligen zu begründen und dem Volk zu suggerieren, sie seien die Vertreter Gottes auf Erden. In seinem Namen würden sie sprechen, sie seien sein Sprachrohr, weshalb sie darauf Anspruch hätten, dass ihnen bedingungslos gehorcht werde und man sich ihnen im Namen des Islams unterwerfe. Noch heute verwenden muslimische Herrscher genau diese Rhetorik, um ihre Herrschaft, die meist nicht vom Volk legitimiert ist, zu rechtfertigen.

Denn mit einer Religion der Liebe und Barmherzigkeit, die Spiritualität und ethische Grundsätze sowie Grundsätze der Freiheit und Gleichheit predigt, lassen sich autoritäre Machtstrukturen viel schwieriger begründen als mit einer Religion der Unterwerfung, soweit Khorchide im Buch „Der Verrat am Islam“ Seite 10 und 20.

Die große Frage ist, ob nicht schon Mohammed nach der muslimischen Überlieferung einen Wandel durchgemacht hat, als er merkte, dass seine Botschaft in Mekka nicht gut ankam und er nach Medina flüchten musste. Oder möchte Khorchide sagen, dass die militanten Verse im Koran erst später hinzugefügt wurden?

Update folgt.

Bisherige Beiträge zu diesem Thema

Manipulierter Islam 11. Juni 2021

https://www.obrist-impulse.net/das-grosse-dilemma-des-islams

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