Janusz Korczak – Jedes Kind hat das Recht auf den heutigen Tag

Der jüdisch-polnische Kinderarzt, Pädagoge, Schriftsteller und Leiter des Warschauer Waisenhauses wurde vor 75 Jahren im KZ Treblinka ermordet, irgendwann nach dem 5. August 1942, auf den Tag genau weiß man das nicht. Korczak hatte seine Waisenkinder in die Gaskammer begleitet, obwohl er selbst mehr als einmal die Gelegenheit hatte, dem Tod zu entgehen. Obwohl er wusste, was ihn im KZ erwarten würde. Korczak stieg freiwillig in den Eisenbahnwagon nach Treblinka.
 
Korczak ist pädagogischer Revolutionär im Kontext seiner Zeit.
 
Korczak fragte, was das Kind im Hier und Jetzt brauche, um gut aufzuwachsen, und nicht, was das Kind brauche, damit einmal etwas aus ihm wird. Es ist aber auch ein Gegensatz zur Reformpädagogik, die eher die Zukunft des Kindes im Blick hatte und das Kind formen wollte.
 
Damit wäre Korczaks Zugang wohl auch heute – wieder – revolutionär. Geht es gegenwärtiger Erziehung und pädagogischer Förderung doch vielfach darum, Kinder möglichst gut auf eine „erfolgreiche“ Zukunft vorzubereiten. Korczak dagegen wollte „seinen“ Kindern Glück im Jetzt ermöglichen und schrieb: „Jedes Kind hat das Recht auf den heutigen Tag.“
 
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