Gott hält sich nicht an unseren Endzeitplan

Aus Anlass zum heutigen Tag:
 
Gott hält sich nicht an unseren Endzeitplan
 
Immer wieder tauchen neue Endzeitspekulationen auf und verunsichern die Christen. Meist verändern sich diese Hypothesen jedoch schon nach kurzer Zeit und passen sich neuen Begebenheiten an.
 
Durch die Jahrhunderte entstanden vier große Endzeittheorien unter den Christen.
 
Alle vier Lehren werden in unterschiedlichen Formen weltweit heute noch vertreten. Jede Gruppierung bringt gute biblische Argumente für ihre Auslegung. Am Auslegungsverständnis der Offenbarung gehen die Meinungen jedoch auseinander. Die einen meinen, die Offenbarung sei ein chronologisches Buch. Die anderen behaupten, in der Offenbarung stünden verschiedene Visionen, die zum Teil in Bildern und zum Teil durch Symbole das Gleiche beschreiben. Hier kann man sich in endlosen Diskussionen verlieren.
 
Gemeinsamkeiten aller Theorien
Alle Theorien teilen gemeinsam folgende Auffassung:
1) Jesus kommt wieder.
2) Gott hat die Kontrolle über die Welt nicht verloren.
3) Gott wirbt um die Menschen, auch wenn manches Leid auf der Erde geschieht.
4) Diese Erde wird einmal untergehen, doch es wird eine neue, vollkommene Welt geben.
 
Gedankenanstoß
Bei manchen alttestamentlichen Verheißungen würde man nicht automatisch auf die Erfüllung schließen, so wie sie mit Jesus geschah und er sie selber verstand. Auch die Jünger Jesu konnten in der Kreuzigung nicht die Erfüllung der Prophetien erkennen, bis Jesus sie ihnen selbst erklärte und ihnen die Augen für eine neue Sichtweise öffnete. So müssen auch wir mit Prophetien vorsichtig umgehen, denn Gott erfüllt sie auf seine Weise.
 
Die Gefahren von Endzeittheorien
Die Gefahr von Endzeittheorien besteht darin, dass man aus einzelnen Bibelstellen ganze Konzepte entwickelt. Man interpretiert die Bibel und das Zeitgeschehen durch seine eigene Brille. Bibelstellen und Zeitereignisse, die den eigenen Endzeitplan stützen, werden zitiert, andere hingegen werden ignoriert. Häufig besteht auch die Gefahr, die Endzeitangst für ein bestimmtes Ziel zu gebrauchen.
 
Was wir lernen können
Die geschichtliche Betrachtung lehrt mich, dass wir nicht selbstsicher behaupten sollen, was geschehen wird. Alle Erkenntnis ist Stückwerk – auch meine eigene.
 
Wir sollten jederzeit bereit sein, aber uns nicht auf ein Datum fixieren.
 
Vielleicht ist es ganz gut, dass Gott die Welt regiert und sich nicht von unseren Zeitberechnungen bestimmen lässt.
 
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