Historiker behauptet: Jesus überlebte Kreuzigung – erntet dafür massive Kritik

Eine These des Historikers Johannes Fried in seinem Buch „Kein Tod auf Golgatha“ sorgt zu Ostern 2019 für Aufsehen und massive Kritik.
 
Johannes Fried, ein renommierter Historiker, meint Jesus habe scheintot die Kreuzigung überlebt. Neu ist diese Theorie nicht. Er meint, der Lanzenstoß war in Wirklichkeit kein Todesstoß. Es sei eine Entlastungspunktion gewesen, die die Atemnot des noch lebenden Jesus linderte. Joseph von Arimathäa und Nikodemus hätten dafür gesorgt, dass Jesus gesund gepflegt wurde und in den Osten fliehen konnte.
 
Alle biblischen Quellen, aber auch andere antike Berichte gingen vom Tod des jüdischen Rabbis aus. Johannes Frieds Theorie sei „Nonsens“ und eine „luftige Konstruktion, die keiner wissenschaftlichen Prüfung standhält“.
 
Ein beliebiges Detail für eine medizinische Diagnose aus den Evangelien herauszusuchen, den Kontext aber zu ignorieren, gilt nicht. Entweder stimmt alles oder nichts.
 
Wohin soll sich der Überlebende der Kreuzigung denn so sang- und klanglos abgesetzt haben?
 
Tatsächlich hatte die Lanze, die das Herz traf, zuvor die mit Flüssigkeit gefüllte Lunge durchbohrt. So ergossen sich Blut aus dem Herzvorhof und Lungenflüssigkeit (‘Wasser‘) aus der Lanzenwunde.
 
Hätten sie wirklich einen halbtoten, schwankenden, verletzten, der gerade eine Flucht überstand, als „göttlichen Herr“ und „Sieger über den Tod“ verehrt?
 
Es gibt absolut keine Berichte über das Leben Jesu nach seiner Kreuzigung in irgendwelchen Quellen – egal ob von Freunden oder Feinden.
 
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