Corpus Christi – Fronleichnamsfest

Mit dem Fronleichnamsfest (2020: Donnerstag 11. Juni) gedenkt die katholische Kirche der leiblichen Gegenwart Jesu Christi (Realpräsenz) im Sakrament der Eucharistie.

Aus der Einführungsbulle 1264 Transiturus hoc mundo geht aber auch hervor, dass Papst Urban IV. als primären Einführungsgrund des Festes den siegreichen Triumph über die Ketzerei favorisierte, die die Transsubstantiation abgelehnt hatte (Orthodoxe Kirchen).

Realpräsenz: Für die Zunge bleibt es ein Brot, für die Seele Teilhabe an seinem göttlichen Wesen, andere bestreiten diese Definition und sprechen von einer wesenshaften Veränderung des Brotes und des Weines.

Jesus sagt in Johannes 6,54: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.“ Bei der Einsetzung vom Abendmahl bei der letzten Pessachfeier mit seinen Jüngern (Markus 14, 22-24) steht: „Jesus nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Nehmet; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“

Am ersten Apostelkonzil  wurde der Verzehr von Blut verboten  (Apostelgeschichte 21,25). Paulus  spricht im Korintherbrief von der Gemeinschaft des Blutes und des Leibes, nicht aber das Brot und Wein es geworden ist (1.Korinther 10,16).

Luther hielt an der Präsenz von Jesus in Brot und Wein fest. Die Reformation  (ab 1517) stand dem Fronleichnamsfest ablehnend  gegenüber. Für Martin Luther war es Abgötterei (die Anbetung von Brot und Wein).

In der orthodoxen Kirche  ist die Verehrung und Anbetung vom Brot unbekannt. Hier lautet ein Grundsatz: Wir verehren die heiligen Gaben, weil wir sie – etwa zur Krankenkommunion – aufbewahren, aber wir bewahren sie nicht auf, um sie zu verehren.

In Johannes 1,12 steht: „Allen aber, die ihn (Jesus) aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben„. Jesus in das Leben oder wie einige sagen „Jesus ins Herz“ aufnehmen ist eine geistliche Form. Kaum jemand glaubt, dass er Jesus durch den Magen aufnimmt. Der entscheidende  Punkt ist der Glaube. Glaube bedeutet in der Sprache vom Neuen Testament (Griechisch) vertrauen. Übertragen bedeutet es: Wer Jesus sein Leben anvertraut und ihm vertraut, ist eng mit Gott verbunden. Die Taufe ist als einmalige Anfangsfeier gegeben. Das Brechen des Brotes und Trinken des Weines als Erneuerungsfeier.

https://www.obrist-impulse.net/corpus-christi-fronleichnamsfest

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