Wachsende Anzahl von Konversionen von Muslimen zum Christentum

Laut der im Februar publizierten Studie des „Arab Barometer“, eines überparteilichen Forschungsnetzwerkes, gehe das religiöse Bewusstsein der Muslime deutlich zurück.

Die Befragung von 25.000 Personen in zehn arabischen Ländern zeige, dass der Anteil der Atheisten stark zunehme – in Tunesien übersteige er bei den 18 bis 29-Jährigen sogar die 45-Prozent-Marke.

Parallel dazu werde eine wachsende Anzahl von Konversionen von Muslimen zum Christentum beobachtet, was für manche wenig überraschend sei. So etwa für den amerikanischen Jesuitenpriester Mitch Pacwa. „Wir erleben derzeit erste Massenbekehrungen von Muslimen zum Christentum“, bestätigt er. Für den Nahostexperten sei „die Gewalt des Islams in ihrer an der weitesten verbreiteten Form – bei den Islamisten – ursächlich für die sich häufenden individuellen Austritte“.

Von den 4.468 Erwachsenen, die laut Figaro im Jahr 2020 in Frankreich katholisch getauft wurden, was einer Steigerung von 43 Prozent innerhalb von zehn Jahren entspricht, stammten nach Einschätzung der katholischen Bischofskonferenz Frankreichs sechs Prozent aus muslimischen Familien. Vor zehn Jahren habe dieser Anteil noch bei vier Prozent gelegen – und das, obwohl die neugetauften Erwachsenen damals weniger waren.

Pater Gérard de Martigues aus der Diözese Nizza bemerkt dazu: „Die neuen Konvertiten stammen allermeist aus Nordafrika, zu einem geringen Teil aus Subsahara-Afrika und überhaupt nicht aus Kleinasien“. Doch leider sei die katholische Kirche diesen Menschen gegenüber „oft hilflos, ja sogar halbherzig“ eingestellt. Dem Priester zufolge würden die meisten neuen Konvertiten protestantischen Kirchen beitreten, deren Erreichbarkeit die betreffenden Muslime anziehe. Mit 35 neu eröffneten Kirchen jährlich in Frankreich (nach Angaben des Conseil national des évangéliques de France), hauptsächlich in problematischen Stadtvierteln, übersteigen sie zuweilen die Anzahl der neu eröffneten Moscheen.

Die beobachteten „Konversionsszenarien“ ähnelten sich häufig: Sie beginnen mit einer „Ablehnung des Islam, die von einer atheistischen Phase gefolgt wird, die schließlich in einer allmählichen Entdeckung des christlichen Glaubens endet“.

Nicht nur der „blutrünstige Islam dschihadistischer Bewegungen“ erschüttere die Überzeugungen mancher Muslime, sondern auch „die Widersprüche der koranischen Erzählung: Das Massaker am jüdischen Stamm Banu Quraiza oder die Eheschließung Mohammeds mit der sechsjährigen Aischa schwächen das ‚schöne Vorbild‘ des Propheten, wie es seit der Kindheit ein gehämmert wurde“.

https://www.obrist-impulse.net/wachsende-anzahl-von-konversionen-von-muslimen-zum-christentum

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