Das muslimische Aschura-Fest

10. Muharram / 2017: 30.September
 
Mohammed schloss sich mit seinen Gefährten in Medina zunächst dem Aschura-Fest, dem Versöhnungstag der in Medina und dessen Umgebung sesshaften Juden an.
 
In Mekka wurden an diesem Tag – bis zum letzten Jahrhundert – die Tore des Heiligtums der Kaaba geöffnet.
 
Am 10. Muharram gedenken die Schiiten des Märtyrertods von al-Husain, dem Sohn des ersten Imams Ali. Somit blieb das Fasten am Aschura-Fest sowohl für die Sunniten als auch für die Schiiten Bestandteil religiöser Praktiken aus unterschiedlichen Gründen.
 
Bei den Aleviten wird nach 12-tägigem Fasten ebenfalls eine Süßspeise namens (Aşure) gekocht.Nach ihrer Tradition strandete an diesem Tag nach der Sintflut Prophet Noah mit seiner Arche auf dem Berg Cudi.
 
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Gott hält sich nicht an unseren Endzeitplan

Aus Anlass zum heutigen Tag:
 
Gott hält sich nicht an unseren Endzeitplan
 
Immer wieder tauchen neue Endzeitspekulationen auf und verunsichern die Christen. Meist verändern sich diese Hypothesen jedoch schon nach kurzer Zeit und passen sich neuen Begebenheiten an.
 
Durch die Jahrhunderte entstanden vier große Endzeittheorien unter den Christen.
 
Alle vier Lehren werden in unterschiedlichen Formen weltweit heute noch vertreten. Jede Gruppierung bringt gute biblische Argumente für ihre Auslegung. Am Auslegungsverständnis der Offenbarung gehen die Meinungen jedoch auseinander. Die einen meinen, die Offenbarung sei ein chronologisches Buch. Die anderen behaupten, in der Offenbarung stünden verschiedene Visionen, die zum Teil in Bildern und zum Teil durch Symbole das Gleiche beschreiben. Hier kann man sich in endlosen Diskussionen verlieren.
 
Gemeinsamkeiten aller Theorien
Alle Theorien teilen gemeinsam folgende Auffassung:
1) Jesus kommt wieder.
2) Gott hat die Kontrolle über die Welt nicht verloren.
3) Gott wirbt um die Menschen, auch wenn manches Leid auf der Erde geschieht.
4) Diese Erde wird einmal untergehen, doch es wird eine neue, vollkommene Welt geben.
 
Gedankenanstoß
Bei manchen alttestamentlichen Verheißungen würde man nicht automatisch auf die Erfüllung schließen, so wie sie mit Jesus geschah und er sie selber verstand. Auch die Jünger Jesu konnten in der Kreuzigung nicht die Erfüllung der Prophetien erkennen, bis Jesus sie ihnen selbst erklärte und ihnen die Augen für eine neue Sichtweise öffnete. So müssen auch wir mit Prophetien vorsichtig umgehen, denn Gott erfüllt sie auf seine Weise.
 
Die Gefahren von Endzeittheorien
Die Gefahr von Endzeittheorien besteht darin, dass man aus einzelnen Bibelstellen ganze Konzepte entwickelt. Man interpretiert die Bibel und das Zeitgeschehen durch seine eigene Brille. Bibelstellen und Zeitereignisse, die den eigenen Endzeitplan stützen, werden zitiert, andere hingegen werden ignoriert. Häufig besteht auch die Gefahr, die Endzeitangst für ein bestimmtes Ziel zu gebrauchen.
 
Was wir lernen können
Die geschichtliche Betrachtung lehrt mich, dass wir nicht selbstsicher behaupten sollen, was geschehen wird. Alle Erkenntnis ist Stückwerk – auch meine eigene.
 
Wir sollten jederzeit bereit sein, aber uns nicht auf ein Datum fixieren.
 
Vielleicht ist es ganz gut, dass Gott die Welt regiert und sich nicht von unseren Zeitberechnungen bestimmen lässt.
 
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Fasten des Gedalja – Taube Ohren führen in die Katastrophe

2017: Sonntag 24. September (= 4. Tischri 5778, da der 3. ein Schabbat ist)
 
Am 3. oder 4. Tischri erinnert das «Fasten des Gedalja» an die Ermordung des letzten jüdischen Statthalters unter Nebukadnezar. Nebukadnezar zerstörte Jerusalem am 9. Aw 586 v. Chr. und deportierte Juda nach Babylon.
 
Die Geschichte kann man im Buch des Propheten Jeremia (Kap. 40-43) lesen.
 
Jeremias düstere Prophezeiung hatte sich bewahrheitet.
 
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Das islamische Neujahr

Das islamische Jahr 1439 n.H. beginnt am 21. September 2017 (Der Tag beginnt immer am Vorabend).
 
In der Geschichte des Islam spielt Neujahr eine wesentliche Rolle. Die islamische Zeitrechnung beginnt an dem Tag, an dem der Prophet Mohammed (auf Arabisch: Muhammad) mit seinen Anhängern von Mekka nach Medina ausgewandert ist.
 
Nach Angaben des Astronomen Al-Biruni (973–1048), der 400 Jahre nach dem berichteten Ereignis gelebt hat, soll der islamische Hidschri-qamari-Kalender im Jahr 638 vom zweiten Kalifen Umar ibn al-Chattab eingeführt worden sein.
 
Die Wochentage beginnen mit Sonntag und endend mit Samstag (des gregorianischen Kalenders) – wie auch im Judentum. Der Freitag ist zwar der wöchentliche Feiertag, aber nicht der letzte Wochentag im islamischen Kalender. Der Wechsel von einem Tag zum nächsten findet stets zum Sonnenuntergang statt. Die arabischen Bezeichnungen der Wochentage Sonntag bis Donnerstag leiten sich von den arabischen Zahlwörtern von eins bis fünf ab. So = Erster Tag, Mo = Zweiter Tag …., Fr = Tag der Zusammenkunft, Sa = Sabbattag
 
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Jüdisches Neujahr

Rosch HaSchana – Jüdisches Neujahr – Tag des Schofarblasens – Am Mittwochabend beginnt das jüdische Jahr 5778.
 
Nach rabbinischer Tradition ist Rosch HaSchana der Tag, an dem Gott den Menschen erschaffen hat.
 
Rosch HaSchana wurde zum Tag des Beginns der Erlösung.
 
An Rosch HaSchana, dem Neujahrstag am 1.Tischri, zieht man dann Bilanz über das vergangene Jahr. Dabei steht die Sehnsucht nach Vergebung von Schuld besonders im Vordergrund.
 
Nach jüdischer Überlieferung wird an Rosch HaSchana das Buch des Lebens aufgeschlagen, und Gott sieht auf alles Fehlverhalten und alle Schuldhaftigkeit während des vergangenen Jahres. Der Mensch wird dadurch genötigt, Rechenschaft über sein sittliches und religiöses Verhalten abzulegen. Es gibt nur eine Möglichkeit, sich aus Gottes Gericht zu retten und seine Gnade zu erfahren, indem alles Schuldhafte bereinigt. Deshalb bittet man in diesen zehn Tagen um Verzeihung.
 
Nach rabbinischer Vorstellung wenden Umkehr, Gebet und Liebeswerke Gottes Gericht ab. So hofft der rabbinisch orientierte Jude, dass Reue und Wiedergutmachung Gott dazu bewegt, ihn wiederum für ein Jahr in das Buch des Lebens einzuschreiben. (Bei den Christen betrifft das Buch des Lebens, das die ewige Gemeinschaft mit Gott (Offenbarung 20.15) und nicht das irdische Leben.)
 
Nach dem Abendgebet wünscht man sich einander LESCHANA TOWA TEKATEW VITECHATEM, „Mögest du für ein gutes Jahr eingeschrieben und versiegelt werden.“
 
Nach Maimonides (1135-1204) will das Schofar eindringlich ermahnen: «Wacht auf, ihr Schläfer und denkt nach über eure Taten und gedenkt an euren Schöpfer, und kehrt um zu ihm in Buße.
 
Nach 3. Mose 23,24 soll Israel am 1. Tag des siebten Monats (= Tischri) den Tag des Schofarblasens als Tag des Gedenkens feiern.
 
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Jüdisches Neujahrfest in Uman Ukraine

Was für Moslems Mekka ist, ist für chassidische Juden die Stadt Uman in der ukrainischen Provinz. Jedes Jahr pilgern zu Rosch HaSchana bis zu 50’000 Orthodoxe dorthin. 2017 werden rund 37’000 erwartet. Zwischen den Wohnblöcken tanzen sie sich in Ekstase und warten auf den Messias. Zwischen Plattenbauten liegt Rabbi Nachman von Brazlaw begraben, den Chassiden als Heiligen verehren.
 
Seinen Schülern trug er auf, ausgerechnet an den Gräbern der Ermordeten den vielleicht größten Jubelvers der Heiligen Schrift zu lesen – Psalm 150 mit dem Befehl, „alles, was Odem hat“, möge mit „Posaunen, Psalter und Harfen“ den Herrn loben, mit „Pauken und Reigen“, „Saiten“, „Pfeifen“ und „hellen Zimbeln“. Ganz gleich, ob am Friedhof der Märtyrer oder an der Festtafel: „Du must dich zwingen, immer glücklich zu sein“, sagte Rabbi Nachman.
 
Die Tradtion vom Beten auf den Gräbern und zu den Verstorbenen steht eigentlich im Widerspruch zu Throa.
 
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Israelsonntag 2017: Sonntag 20. August

Das Gedenken an die Zerstörung Jerusalems (Tischa BeAw) fand im christlichen Kalender Eingang am 10. Sonntag nach Trinitatis, auch «Israelsonntag » genannt. Luther setzte diesen Tag zu Beginn der Reformation ein, um sich mit den Juden solidarisch zu erklären. Zuerst wurde er «Jerusalem-Gedenktag» genannt.
 
Der Inhalt dieses Sonntags wurde in der Geschichte unterschiedlich verstanden.
 
«Tröstet, tröstet mein Volk!» (Jesaja 40,1).
 
Den Trost, den Christen in Jesus empfangen haben, gilt auch dem jüdischen Volk. Deshalb widmen einige Kirchen und Gemeinschaften den Israelsonntag der Solidarität mit den messianischen Juden, welche den Trost Gottes durch den Messias Jeschua (Jesus) erfahren haben.
 
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